Wolfshagen im harz - Kirche  St.Thomas 

 


Geschichte (Auszüge)

1325 bis 1356 Der Bau der ersten kleinen Kapelle mit einem danebenliegenden Friedhof wurde anhand von alten Dokumenten zwischen dem 20.12.1325 und dem 12.03.1356 datiert. Die Kirche wurde dem heiligen Thomas und der heiligen Katharina geweiht. Bauherr war möglicherweise Ritter Hermann von der Gowische. Noch heute hat die Kirchengemeinde einige Gegenstände aus der ersten Kapelle: zwei barocke Leuchter mit gleichen Inschriften und einen Taufstein aus vorreformatorischer Zeit. Dieser becherförmige Taufstein wurde aus Sandstein gearbeitet und ist achtseitig. 
1629 Die Glocke "Katharina ora pro nobis" wird während des 30-jährigen Krieges den Goslarer Juden als Pfand übergeben. Mit dem Erlös daraus wird verhindert, dass Wolfshagen durch Soldaten geplündert bzw. zerstört wird.
1717 Mitglieder der Kirchengemeinde begeben sich nach Astfeld, um über den Zustand der Kirche zu berichten und einen Neubau zu fordern. In der Folge durchgeführte Reparaturen bleiben erfolglos.
1731 bis 1739 Bau der zweiten St.Thomas-Kirche neben der alten Kapelle, die wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die neue Kirche erhält einen sog. "Zwiebelturm". (Anm.: Die alte Kapelle stand an der Ecke Fuhrmannsweg/An der Alten Kapelle)
1842 Der Kreisbaumeister Bremer und Superintendant Kuhn fordern nach einem Besuch der Kirche, dass diese im Innen- und Außenbereich dringend renoviert werden müsse.
1844 bis 1846 Es finden umfangreiche Innenrenovierungen der Kirche statt. Das Tonnengewölbe wurde in eine flache Decke umgewandelt. Die Orgel wurde überholt und erweitert. Die Anzahl der Kirchenfenster wurde von 16 auf 24 erhöht. Die Wiedereinweihung der Kirch fand am 25.10.1846 statt, dem 300. Todestag von Martin Luther.
1846 bis 1848 Renovierungen der Außenanlage: Das Dach wurde zum Satteldach umgebaut, der "Zwiebelkirchturm" erhöht und durch eine schlanke Spitze ersetzt. Die Bauarbeiten wurden am 04.11.1848 mit Aufsetzen des Turmkopfes und einer Fahne abgeschlossen.
1856 bis ??? Die heutige Turmuhr wird von der Firma Weule aus Bockenem gefertigt und in den Turm eingebaut. Sie ist bis heute mechanisch betrieben und muss mehrmals in der Woche aufgezogen werden.
1883 bis 1884 Die kleine, heute noch vorhandene, Glocke mit einem Gewicht von 274 kg und dem Ton "B" wird von der Firma Radler und Söhne aus Hildesheim geliefert. Die Inschrift lautet: "Kommet, denn es ist alles bereit" und Ehre sei Gott in der Höhe 1883". Die Kirche erhält einen neue Orgel und eine neue Turmuhr.
1892 bis 1894 Renovierung der Kirche und Neubau des Tums. Im Altarraum wurden von dem „Herzoglich Braunschweiger Hofdekorationsmaler" Adolf Quensen in der Zeit von 1893 bis 1984 vier Evangelistenbilder gemalt. Am 2. Oktober 1894 wurde die umgestaltete Kirche eingeweiht.
1904 Seit dem 11. November 1904 ist Wolfshagen selbständige Kirchengemeinde. Wolfshagen's kirchliche Betreuung erfolgte im 16. Jahrhundert zunächst von Goslar und später von Langelsheim und Lautenthal aus. Von 1658 bis 1904 war Wolfshagen "filia" der Astfelder Sankt Laurentius Gemeinde.
1917 Die alte Kirchenglocke wurde im Rahmen des 1. Weltkrieges eingeschmolzen. 
1925 Die Kirche erhält eine neue, große Glocke.
1942 Die große Glocke muss im Rahmen des 2. Weltkrieges wieder abgegeben werden und wird eingeschmolzen.
1952 Die Kirche wird am 21.12.1952 auf den Namen "Sankt Thomas" geweiht.
1968 Die heutige Orgelanlage von der Firma Blöß aus Oker wird am 03.06.1968 eingeweiht.
1974 Die neue große Glocke mit einem Gewicht von 576 kg und dem Ton "G" wird in den Turm aufgenommen. Sie wurde von der Glocken-und Kunstgießerei der Gebrüder Rincker aus Sinn in Hessen hergestellt. Die Inschrift lautet: "Lasset euch versöhnen mit Gott durch Jesus Christus 1974"
1997 Die Kirche gründet einen Besuchsdienst, der Mitglieder der Gemeinde an ihrem 65., 70. und 75. Geburtstag besucht und Glückwünsche bzw. kleine Präsente überbringt.
2010 bis 2011 Mit Hilfe von Spenden wurde die dringend notwendige Erneuerung der Sockelbereiche durchgeführt
2012 bis ???? Renovierung des Kirchturms aufgrund größerer Schäden. Ein großer Teil der Kosten von ca. 40.000 Euro wurde durch Spenden eingebracht.
2013 bis ??? Für die Renovierung der Kirchenfenster wird ein größerer Geldbetrag notwendig, der wiederum durch Spenden aufgebracht werden soll. Alle Kirchenfenster sollen in ihrem Originalzustand erhalten werden.
2014 Die "Blöß-Orgel" wird aufwendig restauriert und am 12.04. mit einem Konzert "eingeweiht". Ab Anfang Juni steht die Kirche auch am Tage für Besucher bzw. Touristen offen.
2015 Die Schäden am Kirchturm sind größer als gedacht und ziehen sich länger hin. Dadurch werden auch die Gottesdienste beeinflusst.
2016 Die Kirchengemeinden von Astfeld, Langelsheim und auch Wolfshagen wechseln von der Propstei Seesen in die Propstei Goslar.
2017 Das gesamte Kirchengelände soll barrierefrei umgebaut werden. Dazu wird Granitpflaster dort verlegt, wo bisher Kies lag. Eine E-Bike-Station wird eingerichtet. Auch die Grünanlagen werden umgestaltet. Das Ganze soll 136.000 Euro kosten. Bei Untersuchungen der Friedhofskapelle im Mai werden schwere Mängel festgestellt, die eine Sanierung bzw. einen Umbau erforderlich machen. Am 24.November wird der sanierte Kirchturm mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

Aussenanlage (2011)

       


Innenräume / Ausstellungsstücke

Foto folgt
Innenraum (2011) Tafel zur Gründung 1325 Tafel zur Gründung 1325 Blöß-Orgel (1968)
       
Foto folgt Foto folgt    
Taufstein (Hans Schellbach 1695) Altarleuchter (Jürgen Rowold 1651)    

Pfarrhaus

Das Haus wurde im Jahr 1851 gebaut und diente bis 1903 als zweites Schulgebäude in Wolfshagen. Danach wurde es der ursprünglichen Bestimmung als Pfarrhaus zurückgegeben.

     

 

2011 1908 1908 1908

Friedhof / Kapelle

 
2012 2012 2012  

historische Fotos / Aktuelles

 

 

 

1908 - Postkarte Pfarrhaus

1908 - Postkarte 

 1894 - Baumaßnahmen Kirchturm

???? - Postkarte 
   
???? - Postkarte ???? - Postkarte  2017 - Ausbau (Grafik: Goslarsche Zeitung)  

Pastoren / Pfarrer

1904 bis 1926 Albert Teichmann  
1926 bis 1929 Wilhelm Klingelhöfer  
1940 bis 1956 Pastor Arthur Peucker  
1957 bis 1972 Kirchenrat Walter Deppe  
1972 bis 1976 Karl Hallwass  
1978 bis 1993 Pfarrer Dr. Eberhard Ruprecht  
1994 bis 2000 Pfarrerin Birgit Rieske  
2001 bis 2003 Pfarrer auf Probe Fritz Rau  
2003 bis 2008 Pfarrer Wolf-Ulrich Wentzel (Vakanz)  
2008 bis Pfarrer Harald Merz  

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 Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen

Daten und Links ohne Gewähr (11.2017)