Speicherstadt

Allgemeines

Die Speicherstadt in Hamburg ist der größte auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex der Welt und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Als Baumeister der Speicherstadt gilt der Hamburger Bauingenieur Andreas Meyer. Die Speicherstadt mit ihren rund 26 Hektar Fläche (einschließlich der Fleete) ist heute eine der Länge nach – im Westen die Kehrwiederspitze und Sandtorhöft, im Osten die Ericusspitze – von mehreren Fleeten durchzogene etwa 1,5 Kilometer lange und 150 bis 250 Meter breite Binneninsel der Elbe im nordöstlichen Hamburger Hafen. Seit 1. März 2008 ist sie formell dem neugegründeten Stadtteil HafenCity zugeordnet. Durch Binnenhafen, Zollkanal, Dovenfleet (ehem.) und Oberhafen vom Altstadtkern getrennt, durch Niederbaumbrücke, Brooksbrücke (Auf dem Sande), Jungfernbrücke (nur noch für Fußgänger wieder errichtet), Kornhausbrücke (bei St. Annen) und Oberbaumbrücke (ersetzte nach dem Zweiten Weltkrieg die Große Wandrahmsbrücke direkt zum Meßberg) mit ihm verbunden. Nach Süden – dem alten Hafenbereich mit dem ehemaligen Sandtorhafen, Brooktorhafen, Sülzedurchfahrt und Ericusgraben - schließt sich heute das große Stadtentwicklungsprojekt verschiedener HafenCity-Quartiere mit Büro- und Wohnbauten, kulturellen Einrichtungen und Überseeanleger (Hamburg Cruise Center) an. In diese Richtung angebunden über den Brooktorkai/Sandtorkai. Am 05.07.2015 wurde die Speicherstadt in die Liste der UNESCO Welterbe-Stätten aufgenommen.

Hinweis: Hier kann es inhaltlich zu Überschneidungen mit dem Stadtteil Hafen-City kommen.

Brooksfleet Speicherblock P Speicherblock V

Zollgebiet

Hamburg war mit der Reichsgründung 1871 Bundesstaat des Deutschen Reiches. Der Bau einer Speicherstadt wurde notwendig nach dem Zollanschlussabkommen von 1881 zwischen Hamburg und dem Deutschen Reich, um die Aufnahme der Stadt in den Deutschen Zollverein zu ermöglichen. Hamburgs Staatsgebiet war aber Zollausschlussgebiet. Um den Hafenbetrieb nicht durch Zölle zu stören, wurde der Bau eines Viertels nötig, das nicht dem deutschen Zollgebiet angehörte, sondern Freihafengebiet war. In dieser Enklave sollte weiterhin das angestammte Privileg der Hamburger Kaufleute gelten, Importgüter zollfrei lagern, veredeln und verarbeiten zu dürfen. Dadurch konnte der Überseehandel zollfrei abgewickelt werden. Als Hamburg 1888 dem Deutschen Zollverein beitrat, wurde termingerecht die Speicherstadt als Freihafengebiet eröffnet.


Baugeschichte

Baubeginn der Speicherstadt war 1883. Dabei wurden zunächst die Häuser auf den Elbinseln Kehrwieder, Brook und Wandrahm abgerissen, die zu einem besonders malerischen, fast vollständig erhalten Altstadtviertel aus dem 17. und 18. Jahrhundert gehörten. Etwa 20.000 Menschen mussten neue Wohnungen finden, in der Regel ohne staatliche Unterstützung. Der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, prägte aus diesem Anlass das Wort von der „Freien und Abrissstadt Hamburg“. 1898 war die Speicherstadt zu zwei Dritteln fertiggestellt. Die weiteren Bauarbeiten im östlichen Teil wurden beim Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 beendet. Von der alphabetisch benannten Blöcken wurden die Blöcke Y und Z nicht mehr gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde durch alliierte Bombenangriffe etwa die Hälfte der Bausubstanz zerstört. Der Wiederaufbau nach dem Krieg war 1967 abgeschlossen.


Miniatur Wunderland Hamburg

  

Speicherstadt Kaffeerösterei

   

Speicherstadtmuseum

  

  


Deutsches Zollmuseum

  

Hamburg Dungeon

  

Gewürzmuseum

  

Afghanisches Museum Hamburg

  

Spielzeugmuseum

   

Internationales Maritimes Museum Hamburg

  


Hamburgisches Architekturarchiv

   

Fleetschlösschen

 

 


Fotos: JHreisen / Texte: JHreisen - Wikipedia / Daten, Links ohne Gewähr (07.2015)