Flughafen Fuhlsbüttel / "Helmut SCHMIDT AIRPORT"


Allgemeines

Der Flughafen Hamburg ist der internationale Flughafen der Stadt Hamburg. Er ist der älteste und fünftgrößte Flughafen Deutschlands. Seit der Einweihung eines neuen Terminals am 25. Mai 2005 zählt der Flughafen Hamburg zu den modernsten Flughäfen Europas. 2007 nutzten 12.780.509 Passagiere den Hamburger Flughafen, was einer Zunahme des Passagieraufkommens von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der von der Flughafen Hamburg GmbH betriebene Flughafen liegt rund acht Kilometer nördlich der Stadtmitte Hamburgs und acht Kilometer südlich der Stadtmitte Norderstedts im Hamburger Stadtteil Fuhlsbüttel, zwischen den Ortskernen von Niendorf im Südwesten und Fuhlsbüttel im Osten.

     

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Geschichte

Am 10. Januar 1911 wurde mit privaten Mitteln die Hamburger Luftschiffhallen GmbH (HLG) gegründet. Im Januar 1912 wurde der Luftschiffhafen auf rund 45 Hektar in Betrieb genommen. Zunächst wurde der Flughafen daher vor allem von Luftschiffen genutzt. 1913 wurde die Fläche auf rund 60 Hektar ausgedehnt, wobei der nördliche Bereich den Luftschiffen vorbehalten war, und die Flugzeuge nur den südöstlichen Teil nutzen konnten. Im Ersten Weltkrieg wurde die Luftschiffhalle ausschließlich von den Militärs genutzt, bis die Luftschiffhalle 1916 durch ein Feuer zerstört und für die Militärs damit bedeutungslos wurde. Die HLG baute die Einrichtungen zwar wieder auf, musste diese jedoch aufgrund der Versailler Verträge wieder unbrauchbar machen.

Seinen Zweitnamen Hamburg Airport erhielt der Flughafen 1945 durch die britische Besatzungsmacht. Für die Zwecke der Berliner Luftbrücke wurde 1948 die erste Startbahn als Behelfsbahn eingerichtet. Als die Lufthansa 1955 den Flugbetrieb wieder aufnahm, war Hamburg ihr Heimatflughafen, bis Frankfurt diese Rolle übernahm. Deshalb ist die Zentrale von Lufthansa Technik heute immer noch in Hamburg beheimatet.

Mitte der 1960er-Jahre wurde die Verlegung des Flughafens nach Heidmoor bei Kaltenkirchen angestrebt. Gründe dafür liegen einerseits in der massiven Umweltbelastung durch Fluglärm, der die Bevölkerung in Hamburg, Norderstedt, Quickborn und Hasloh ausgesetzt ist. Andererseits sind die Kapazitäten der beiden sich kreuzenden Start- und Landebahnen weitgehend erschöpft. Da der Flughafen mitten in dicht besiedelten Wohngebieten liegt, wäre der Bau einer weiteren Landebahn aufgrund der notwendigen Enteignungen etwa fünfmal so teuer wie ein kompletter neuer Flughafen. Weiterhin blockiert der Flughafen Fuhlsbüttel mehr als 500 Hektar innerstädtischer Baugrundstücke, die im Zuge des politischen Konzepts „Wachsende Stadt“ für Wohnungsbau und Gewerbe genutzt werden könnten.

In den letzten Jahren haben die Bestrebungen, den Flughafen nach Kaltenkirchen zu verlegen durch negative Erfahrungen mit stadtfernen Flughäfen und Veränderungen in der Verteilung der Großflughäfen im norddeutschen Raum auch von Seiten der Wirtschaft scharfen Widerspruch erhalten. Eine baldige Realisierung der seit den 1960er-Jahren laufenden Umzugsplanungen ist daher heute unwahrscheinlich.

 

 

 

Am 29. April 1985 nahm Pan Am mit einer Boeing 747 eine tägliche Interkontinentalverbindung nach New York, John F. Kennedy International Airport auf.

Mit dem zwischen den Jahren 1990 bis 1993 gebauten Terminal 4 (heute Terminal 2) startete Hamburg Airport das umfangreiche Ausbauprogramm „HAM21“. Die etwa 500 Meter lange Pier machte aber die Andockpunkte der Terminals 2 und 3 zu nichte. Terminal 2 wurde geschlossen und als Überdachung für den Weg von Terminal 1 (Charter) zu Terminal 3 benutzt. Terminal 3 selber wurde nur noch für Busgates benutzt. Ab 2001 wurde das Terminal 2 abgerissen und moderner neugebaut. Am 25. Mai 2005 wurde das Terminal eingeweiht und erhielt die Bezeichnung Terminal 1. In diesem Zusammenhang wurde das Terminal 4 in Terminal 2 umbenannt und dient jetzt überwiegend für Flüge der Lufthansa und Star Alliance, sowie den Lufthansa verbundenen Airlines Germanwings und Condor.

Das ehemalige Terminal 1 (Charterterminal) im Norden des Areals wurde geschlossen und wird für Veranstaltungen vermietet. Das ehemalige Terminal 3 wurde für den Bau einer neuen Airport Plaza abgerissen. Die Airport Plaza befindet sich zwischen den beiden neuen Terminals 1 und 2, sie ist ein Shopping- und Gastronomiebereich für Passagiere. Die Plaza gehört zum Sicherheitsbereich, somit bleibt der Besuch eingecheckten Passagieren vorbehalten. Im Gebäude der Airport Plaza ist seit dem 4. Dezember 2008 zudem die zentrale Sicherheitskontrollstelle eingerichtet, die die bisherigen Kontrollstellen in den Terminals ersetzt.

Nach der Eröffnung am 11. Dezember 2008 ist zudem die Flughafen-S-Bahn am 12. Dezember 2008 in Betrieb gegangen. Im Jahr 2009 wurde das neue Airport-Hotels mit bis zu 270 Zimmern eröffnet, das von der Hotelkette Radisson SAS betrieben wird.

Ab 2013 wurde im Rahmen von Erweiterungsmaßnahmen ein neues Parkhaus P1 gebaut, dass mehr Parkplätze bietet als das vorherige Gebäude. Ab 2014 begann die Umgestaltung bzw. der Neubau des Luftfrachtzentrums. Das alte Zentrum wird danach abgerissen. An Straße Weg beim Jäger wurde es als als moderner Umschlagplatz neu aufgebaut und im Herbst 2016 eröffnet. Dafür mussten aber die dortigen Parkplätze weichen. Eine Erweiterung des Pier Süd (Rückseite) mit mehreren Gates im Bereich des ehemaligen Luftfrachtzentrums ist geplant.

Im Jahr 2016 erfolgte auch die Umbenennung des Flughafens zu Ehren des 2015 verstorbenen Bundeskanzlers a.D. Helmut Schmidt. Dies wurde vom Aufsichtsrat des Flughafens und der Stadt Hamburg im Dezember 2015 beschlossen. Der Ausbau des Flughafens bzw. die Neugestaltung des Vorfeldes und der Rollwege wurde im April 2016 begonnen. Die Bauarbeiten werden erst 2018/2019/2020 enden und führen zu einigen Behinderungen für Passagiere und Verzögerungen für Airlines.

Ab 2018 wird das Pier Süd ausgebaut und mit 6 neuen Gates versehen, die sich auf das Gelände des ehemaligen Frachthofes erstrecken werden. Dieser wir vorher komplett abgerissen. Die Bauarbeiten werden ca. 2022 beendet sein.


Anreise

Vom Zentrum Hamburgs aus ist der Flughafen mit dem ÖPNV innerhalb des HVVs mit der S-Bahn-Linie S1 zu erreichen. Die Linie S1 verbindet den Flughafen alle zehn Minuten unter anderem mit dem Hauptbahnhof, die Fahrzeit beträgt 25 Minuten.


Flughafen-Modellschau

  

 

 

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Werbeflyer mit Erklärungen und Preisen: HIER


Flughafen-Feuerwehr

Bei der Flughafen-Feuerwehr arbeiten 80 hauptberufliche Feuerwehrleute in 24 Stunden-Schichten rund um die Uhr, damit im Ernstfall sofort und wirkungsvoll geholfen werden kann. In nur 2,5 Minuten sind die Einsatzfahrzeuge an jedem Punkt des Start- und Landebahnsystems. Die Feuerwehr ist nicht nur für den abwehrenden, sondern auch für den vorbeugenden Brandschutz zuständig. (mehr Fahrzeuge HIER)

  


Airport Days

Webseite: HIER

Video 2007: HIER

 


Lufthansa-Technik / Webseite: HIER

Die Lufthansa Technik AG ist der führende Anbieter für Instandhaltung und Wartung von Flugzeugen mit Standorten in vielen Ländern der Welt. Insgesamt umfasst die Lufthansa Technik Group zurzeit 28 Unternehmen mit über 25.500 Mitarbeitern weltweit. Sie ist eine 100-Prozent-Tochter des Konzerns Deutsche Lufthansa AG. Ihre Basis hat Lufthansa Technik in Hamburg, weitere wichtige Standorte in Deutschland sind die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt am Main und München. Lufthansa Technik in Hamburg ist weltweit führend in der Umrüstung von Passagierflugzeugen in Privatjets. Auf Basis der A319 entwickelte Airbus den Corporate Jetliner (ACJ), der auf der Werft der Lufthansa Technik mit VIP-Innenausstattungen versehen wird. Ebenfalls wird der Airbus A318 Elite, die VIP-Version des Airbus A318, durch Lufthansa Technik in Hamburg ausgestattet. Die wichtigsten Produkte der Lufthansa Technik sind die Wartung und Überholung der Flugzeuge, die Triebwerks und Fahrwerksüberholung, Komponenten und Logistik und der Bereich VIP-Flugzeuge.

 

Hinweise

  • Dauer Flughafen-Modellschau, Rundfahrt und Besichtigung Werkfeuerwehr: ca. 150 Minuten

  • Besichtigungen Werkfeuerwehr:  Mo. – Fr. im Rahmen der Rundfahrt nach der 10.00 und 14.00 Uhr Vorführung der Flughafen-Modellschau

  • Eintrittspreis Flughafen-Modellschau, Vorfeld-Rundfahrt und Besichtigung Werkfeuerwehr:
    Erwachsene: 10,50 € / Kinder (bis 14 Jahre): 6,50 € / Studenten: 8,50 € / Gäste mit Behinderung: 6,50 €

  • Anmeldung und Information unter: Tel.: 040 / 5075 - 2644 / Email: modellschau@ham.airport.de


Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia - Lufthansa / Daten und Links ohne Gewähr (08.2017)