Donnerstag, 08.03.2012

   

.....heute geht's mal wieder in die USA, allerdings auf einer etwas anderen Route.........Hamburg-Düsseldorf-Toronto-Durham, und das auch noch mit Lufthansa.........mal was Neues, aber irgendwie weniger anstrengend als die bisherigen Routen, die wir genommen haben.......der Lufthansa-Service ist ganz gut, weshalb wir das natürlich auch ausgekostet haben......Bier, Wein, Baileys und dann ein kleines Schläfchen......leider hatten die Flugbegleiter vergessen, dass man für die Weiterreise in die USA von Kanada aus nicht die Kanadischen Formulare ausfüllen muss, sondern die Amerikanischen......auf jeden Fall wurde die Einreisekontrolle für die USA schon in Toronto vorgenommen, was wesentlich schneller ging als in New York...........in Durham haben wir uns dann den bestellten (Klein-) Leihwagen abgeholt, einen Jeep Liberty mit viel PS und auch großem "Durst"..........vom Flughafen aus haben wir uns ein Hotel gesucht......eigendlich ganz einfach und nur 5 Minuten bzw. 3 km weit weg...........als wir dann nach 30 Minuten und 30 km doch angekommen waren, haben wir nur kurz ausgepackt und sind dann zum Essen gegengen...........Steak, Sangria und Bier...........später im Hotel haben wir unsere Reisepläne dem bevorstehenden Wetter angepasst...........natürlich mal wieder Regen, wenn ich in North Carolina bin....

   

Freitag, 09.03.2012

   

......wir haben uns in Richtung Süden aufgemacht, weil dort das Wetter etwas besser zu sein schien.........in Lumberton, am alten Handelspfad der Indianer haben wir gestoppt und uns mal wieder eine traurige Innenstadt angeschaut......der Hot-Dog-Stand im Zentrum war gut frequentiert, aber nicht unser Fall.........mein erstes Einsatzfahrzug konnte ich ebenfalls ablichten........dass mir der amerikanische Wettergott immer noch nicht wohlgesonnen ist, merkt man daran, dass ich vom Regen verfolgt werde, wo auch immer ich im Osten der USA bin.......diesmal sah es etwas bedrohlicher aus.........also sind wir wieder nach Norden gefahren.....

   

.......die Autobahnen (Interstate 95) sind häufig etwas langweilig, zumal man auf den leeren Straßen nur 110 km/h fahren darf bzw. auch nur sollte...........wir sind nach Fayetteville gefahren, einer Stadt, die sich ganz dem Militär verschrieben hat.........hier befindet sich das bekannte Fort Bragg, einer der großten Militärstützpunkte der USA (45.000 Soldaten, Ranger, Special-Forces, eigener Flughafen u.v.m.), den man aber als Nicht-Amerikaner leider nicht besuchen darf..........wir haben uns schon mal die Innenstadt angeschaut mit der alten Markthalle, dem Wahrzeichen der Stadt.........außerdem waren wir am Sanford Haus, einem Stützpunkt der Unionsarmee im Bürgerkrieg und wir haben natürlich das historische Gerichtsgebäude gesehen.........danach sind wir in der Nähe in ein Hotel gefahren..... das Abendessen bestand mal wieder aus Steak und Garnelen, sowie den üblichen Beilagen wie Bier und Cocktails.......

   

Sonnabend, 10.03.2012

    

.........ich hatte es in einigen meiner Reiseberichte schon erwähnt.........ich finde zum Leidwesen von Maria alles, was mit dem Amerkanischen Bürgerkrieg zu tun hat, definitiv jeden Stein, jede Ruine und jedes Schild.........heute waren wir bei bestem Wetter erst im Innenstadtbereich von Fayetteville und danach im alten Arsenal von Fayetteville, wo im Bürgerkrieg fast alle Waffen und viel Munition für die Südstaaten produziert bzw. gelagert wurden......heute hatten hier einige Amerikaner ein "Living-History-Camp" aufgebaut, wo man auch hausgemachtes BBQ essen konnte........Maria hat das naürlich gleich probiert, aber für mich sah das eher nach einem kürzlich überfahrenen Tier aus, das man zwischen zwei Brötchenhälften gelegt hatte........nein Danke.........nebenan im "Museum of the Cape Fear" konnten wir eine kostenlose Führung durch das 200 Jahre alte Haus von Edgar A. Poe bekommen, einem Ziegelfabrikanten (nicht der Autor), der hier mit seiner Familie lebte......im Haus gab es viel zu sehen, u.a. einen der ersten Kühlschränke weltweit aus dem Jahr 1902, der irgendwie heute immer noch funktioniert........

   

......danach waren wir im Militärmuseum der Special Forces......neben dem Museum befindet sich ein Park, in dem Denkmäler für alle Soldaten aus allen Kriegen der letzten 200 Jahre aufgestellt sind......hinter dem Museum wurde ein neuer Park mit modernen Denkmälern gebaut, die allerdings überhaupt keinen Sinn machen.......im Museum selbst wird die Geschichte der Fallschirmspringer aus Fort Bragg erzählt.......außerdem befinden sich hier Originalnachbauten bzw. originale Fahrzeuge und Flugzeuge aus den jeweiligen Kriegen, in denen die Fallschirmtruppen der 82. Airborne gekämpft hatte.....alles ganz nett gemacht, aber nur etwas für Enthusiasten........

    

......am Nachmittag haben wir uns in der Innenstadt von Fayetteville bei Kuchen, Kaffee und Tee etwas ausgeruht........danach haben wir die Ruhephase bei 25° auf dem Balkon unseres Hotels mit einem "alkoholischen Erfrischungsgetränk" fortgesetzt.......ich fand es gut, dass man die Einsatzfahrzeuge jetzt schon zu mir bringt, denn kurze Zeit später fuhr ein Messefahrzeug auf dem Weg zur Firma vor.......noch merkwürdiger war allerdings eine indische Gesangsgruppe, die kurz zuvor ins Hotel eigezogen war und uns offensichtlich für "verrückte" Amerikaner hielt.......also mussten wir zum Andenken ein paar Fotos mit der Gruppe machen.........Abendessen.......naja, das Übliche.........

     

Sonntag, 11.03.2012

     

......am nächsten Tag sind wir wieder nach Norden gefahren, vorbei an Sümpfen und Seen........beim alten Old Bluff Church Friedhof haben wir einen kurzen Stop gemacht. Der Friedhof gehört zum Schlachtfeld von Averasboro, wo eine der letzten Schlachten im US-Bürgerkrieg stattfand......danach ging es für uns weiter nach Fuquay-Varina, wo wir Freunde besuchen wollten.....

      

.....im März finden in den USA die Basketball-Meisterschaften der College-Mannschaften statt........man nennt das hier "March-Madness".......jeder schaut den ganzen Tag nur Basketball, besonders die Kämpfe der Teams aus North Carolina, wobei die meisten das Team UNC (University of North Carolina) bevorzugen und sich auch entsprechend in Fan-Klamotten einkleiden.......später am Nachmittag erschienen dann alle Freunde aus den letzten Jahren, die wir länger nicht gesehen hatten.....jeder hatte etwas zu essen mitgebracht......bei bayrischem Bier, Schinken, Salaten u.v.m. haben wir dann lange Zeit draußen auf der Veranda und später im Haus noch geklönt..........am Abend waren wir im Hotel und haben uns nach dem üblichen Steakhaus-Besuch auf dem Kanal CMT eine Comedy-Show mit Bill Ingvall und seinen Freunden angeschaut, bei der man Tränen lachen konnte.........

      

Montag, 12.03.2012

       

.......aufgrund der schlechten Wettervorhersagen für North Carolina haben wir uns entschieden, mal wieder nach Charleston in South Carolina zu fahren.........auf dem Weg dorthin haben wir den Ort Florence in South Carolina besucht.......hier wohnen ca.30.000 Menschen....aber warum man den Ort auf der Karte überhaupt erwähnt, weiß ich nicht......es ist schon erschreckend, wenn die einzige Sehenswürdigkeit der Nationalfriedhof ist und die Polizei auch noch Fahrzeuge fährt, die von der Firma Trabant stammen könnten......wir haben uns hier nicht weiter aufgehalten und sind weiter nach Mount Pleasant bei Charleston gefahren, wo sich das Hotel befindet, in dem wir schon öfter waren.......vorher haben wir noch ein paar "Gute-Nacht-Getränke" gekauft, die wir später nach dem üblichen Steakhausbesuch im Garten des Hotels zu uns genommen haben.......das Foto oben mit der Aufschrift "ab 21 Jahre" kann duch Anklicken vergrößert werden.......

      

Dienstag, 13.03.2012

       

.........heute haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht, die uns eine andere Perspektive von Charleston gezeigt hat..........die Fahrt bei warmen Wetter und Nieselregen führte uns vorbei an der Küstenwache und dem Castle Pickney, einer Gefängnisinsel aus dem Bürgerkrieg...........außerdem sind wir um das Fort Sumter herumgefahren, wo der Bürgerkrieg 1861 begonnen hatte.........bei der Fahrt wurden wir von verspielten Delfinen begleitet...........das Fort Moultrie bestand schon im Revolutionskrieg und liegt auf Sullivans Island gegenüber von Charleston........dort liegt auch der Museums-Flugzeugträger USS Yorktown, der hier "The Fighting Lady" genannt wird......

      

.........gegen Ende der Rundfahrt sind wir auf dem Cooper River noch unter der Arthur-Ravenel-Brücke hindurchgefahren...........bemerkenswert ist, dass dieses riesige Bauwerk (200 m hoch, 10 Fahrspuren, 5km lang) innerhalb von 3 Jahren noch vor der geplanten Zeit mit zudem geringeren Kosten fertiggestellt wurde..........da muss man als Hamburger doch gleich an das "Groschengrab Elbphilharmonie" denken, die ja schon 2010 eröffnet werden sollte.........nach der Rundfahrt sind wir noch ins Fort Sumter Museum gegangen, wo die Flagge ausgestellt ist, die beim ersten Schuß auf das Fort über der Anlage geweht hatte...........anschließend sind wir ins South Carolina Aquarium gegangen, wobei der Eintritt mit 25 $ recht teuer war........aber wir konnten uns einen riesigen Fischtank mit recht großen Fischen, Haien und Seeschildkröten sowie einen seltenen Albino-Alligator anschauen und auch in den Tierkäfigen umherwandern..........der Pelikan war allerdings etwas mißtrauisch........die Stachelrochen habe ich nicht angefasst..........

     

.........nach unserem Besuch im Aquarium sind wir zum "Old Customs House" gefahren, wo wir gegenüber in dem Restaurant "Fleet Landing" gegessen haben.......das Restaurant liegt auf dem Wasser und ist eines der Besten in South Carolina...........später am Abend muss man allerdings mit längeren Wartezeiten rechnen.......Maria hatte Nudeln mit allem, was man so im Meer findet und ich hatte Thunfischsteak mit Reis und Gemüse und konnte dem Pecan-Pie danach doch nicht widerstehen..........alles sehr lecker und nicht zu teuer.........außerdem konnten wir beim Essen die Delfine in der Bucht vor dem Restaurant beobachten...........bei der Fahrt ins Hotel auf die andere Seite der Bucht hat uns der Regen wieder erwischt..........

      

Mittwoch, 14.03.2012

   

.........nach dem Frühstück sind wir in Richtung James Island gefahren, wo ich an einer Feuerwehrstation ein paar neue und alte Fahrzeuge ablichten konnte........danach sind wir zur Charleston Tea Plantation gefahren, der einzigen (!) Teeplantage in de USA. Wir haben bei einer Rundfahrt in einem alten Bus viel über die Produktion und den Vertrieb von Tee erfahren. Außerdem haben wir die Produktionshalle besucht.........das Ganze war sehr informativ..........

    

.........von der Plantage sind wir auf ein Weingut gefahren, das in der Nähe lag und wo man für 4 $ alle Weine testen konnte..........ich mochte im Gegensatz zu Maria keinen der Weine, aber zumindest die Gläser haben wir geschenkt bekommen........auf den Test der hochprozentigen Getränke haben wir verzichtet...............anschließend haben wir uns noch die älteste Eiche in South Carolina angeschaut, die allerdings schon durch diverse Metallkabel gestützt wird.........

    

.........die Fahrt ging dann weiter zum Secessionville-Schlachtfeld aus dem US-Bürgerkrieg.........leider ist nicht mehr viel übrig, weil alles überbaut wurde .........und das Fort Lamar besteht auch nur noch aus ein paar Erdhügeln mit Hinweisschildern........danach sind wir zum Middleton Place gefahren, einer Plantagenanlage mit größeren Gärten, wo schon Aufnahmen für den Film "der Patriot" gedreht wurden..........unterwegs mussten wir noch einen Stop bei McDonalds machen, weil uns der Magen knurrte........

     

........man sieht es nicht, aber.........kaum hatten wir die 25$ Eintritt für den Middleton Place bezahlt und das Gelände betreten, fing es an zu regnen, dazu kamen Blitz und Donner, die sich mit ein paar Sonnenstrahlen abwechselten.........erschreckend war, dass das Unwetter nur über meiner Position stattfand........aber es war warm, deshalb hat uns das nicht viel ausgemacht..........wir sind durch den Park gelaufen, haben mal wieder Alligatoren auf der Wiese gesehen und uns Pflanzen und Tiere angeschaut........leider wurde der Regen währenddessen immer stärker und wir wurden immer nasser........nach 2 Stunden sind wir wieder am Auto gewesen.......patschnass........

     

........der Regen hörte erst auf als wir aus dem Umfeld der Plantagen wieder nach Charleston bzw. in unser Hotel zurückgefahren waren..........wir haben uns dann noch ein paar Getränke aus dem Kühlschrank gegönnt und die McDonalds-Hähnchenteile in der Mikrowelle aufgewärmt.........

      

Donnerstag, 15.03.2012

    

......heute sind wir bei fast 30° nach Charlestowne Landing gefahren, einem großen historischen Park an der Stelle, wo vor 400 Jahren die ersten Siedler landeten.....auf dem Weg dorthin hatte sich ein Zug der Feuerwehr aus Charleston brav für mich aufgestellt........im Park, den man so in schlappen 3 Stunden durchwandern kann, musste ich mich auf Wunsch von Maria mal wieder an den Pranger stellen.........was sie vor hatte, weiß ich nicht genau...........Rache für die vielen Schlachtfelder, auf die ich sie geschleppt hatte?......Maßnehmen für neue Möbel in unserer Wohnung?..........beim Durchwandern des Parks sollte man immer auf Kinder und andere Haustiere aufpassen, da auch hier ein paar gefräßige Tiere im Wasser lauern.......

    

.......der Park von Jamestown-Landing ist sehr weitläufig.....man kann hier den Nachbau eines Siedlerschiffes aus dem 17. Jahrhundert sehen, einen Teil einer alten Siedlung, wo man von Hornissen attackiert wird, eine alte Plantage mit Gartenanlagen und ........einen Zoo, der alle im Osten der USA lebenden Großwildtiere wie Elch, Puma, Katze, Truthahn etc. zeigt.......

     

.......unser Weg durch Cahrleston führte uns noch zu den Drehorten von "Der Patriot" und "Fackeln im Sturm". Wir haben die South Carolina Historic Society und das Edmund Alston House gesehen, waren im Battery-Park und in der berühmten Church Street.........anschließend sind wir in das "Crab House" gegangen, das zu einer weit verbreiteten Fischrestaurant-Kette gehört.....

     

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......das Essen im Crab House ist mit das beste, was man hier bekommen kann.....auch wenn das für europäische Augen etwas anders aussehen mag........der Mischmasch auf dem ersten Bild ist "Shrimp and Grits" (Krabben in Grütze mit Barbeque-Soße)......das nächste Bild zeigt Stücke vom rohen Gelbflossenthunfisch mit Salat......im dritten Bild sind die Krabbenbeine der Königskrabben aus Alaska zu sehen, die man vor dem Essen noch durchbrechen muss.........im letzten Bild sind Garnelen im Kokosmantel mit Knoblauch-Kartoffelpüree und Grünkohl (oder etwas ähnlichem) zu sehen......ist doch lecker oder?????......das kann man hier jeden Abend essen......

     

......ich weiß........es sieht auch eklig aus..........in der Tüte befindet sich nicht der Rest vom Essen............es sind meine durchgelaufenen Socken vom heutigen Tag, die ich irgendwie gefahrlos entsorgen musste, ohne einen Einsatz der Feuerwehr auszulösen.........später in der Nacht habe ich mit Maria im Garten des Hotels noch Karten gespielt und .........gewonnen!!.......

      

Freitag, 16.03.2012

    

.......wir haben Charleston verlassen und sind in Richtung Moncks Corner gefahren......hier wollten wir mal wieder eine Kanutour im Sumpf machen........leider hatte sich die Militärbasis in der Nähe genau heute dazu entschieden, ihre Wälder kontrolliert abzubrennen, weshalb der gesamte Sumpf in Rauch eingehüllt war......also sind wir weitergefahren........Nördlich von Moncks Corner gibt es den Old Santee Canal State Park, der an einem Sumpfgebiet liegt........der alte Kanal war einer der ersten in Amerika........im Park befindet sich der 1:1 Nachbau des U-Bootes (!) CSS Little David. Dieses wurde als eines der ersten im Bürgerkrieg eingesetzt......anschließend haben wir den Sumpf durchwandert und Alligatoren beobachtet......

     

.......auf dem Weg von Moncks Corner in Richtung Eutawville sind wir mal wieder an einer der großen "Eiswürfelmaschinen" vorbeigekommen, die man hier überall findet. Man wirft Geld ein und bekommt einen großen Sack voll mit Eiswürfeln. Genau richtig für die Amerikaner.........danach sind wir auf dem Schlachtfeld von Eutaw Springs gewesen, wo die Amerikaner 1781 erfolgreich gegen die Briten gekämpft hatten....da das Wetter wieder schlechter wurde, haben wir uns ein "gutes" Hotel in der Nähe gesucht

      

Sonnabend, 17.03.2012

     

......wir sind heute etwas abseits der Autobahn gefahren, um den einen oder anderen County-Seat zu besuchen.......wir sind beim Ort Socielty Hill dem alten "Cotton-Trail" gefolgt, auf dem vor 200 Jahren die hier in der Gegend produzierte Baumwolle transportiert wurde.....für mich gab es hier viele Sehenswürdigkeiten aus dem Bürgerkrieg, wie z.B. den Nachbau eines alten Bahnhofes...........in Bennettsville haben wir einen Stop beim alten Gerichtsgebäudes des Marlboro County gemacht.......die Innenstadt hatte wieder mal nicht viel zu bieten.........danach sind wir weiter nach Norden durch die sog. "Sandhills" gefahren, einem sandigen Landschaftsteil von North Carolina, in dem es ca. 20 Golfplätze und riesige Kiefern- und Pinienwälder gibt.......später am Nachmittag sind wir dann in Chapel Hill bei unseren Freunden Jane und Steve eingekehrt, um dort in den nächsten Tagen zu wohnen........abends haben wir bei warmen Wetter draußen auf der Veranda gesessen, gegessen und geklönt.....

      

Sonntag, 18.03.2012

     

......heute war Basketball-Tag......March-Madness pur......wir sind im Orange County Social Club gewesen, wo nur Mitglieder und deren persönliche Gäste reinkommen......der Laden ist mit den Szeneläden in St.Pauli zu vergleichen, besonders was das Publikum betrifft.......wir haben hier auf einer großen Leinwand das Spiel der "Tar Heels" verfolgt, wie die UNC-Mannschaft mit Spitznamen heißt......ausgelassene Stimmung im Club, viele Analysen in der Halbzeit und danach.........natürlich haben wir auch ein paar Erfrischungsgetränke zu uns genommen......unsere Freunde waren leicht bis schwer angeschlagen und teilweise ohne Stimme........

     

Montag, 19.03.2012

     

......Maria ist leider krank und muss im Bett bleiben.......also habe ich wieder eine Solo-Tour gemacht......ich war in Hillsboro und in Durham um meine "Foto-Lücken" zu füllen und neue Info-Tafeln zu finden.....glücklicherweise haben die Feuerwehrleute in Hillsboro alle alten und neuen Fahrzeuge gerade geputzt als ich dort eintraf.......abends waren wir in der Carolina Brewery in Chapel Hill, um ein paar Burger zu essen und ein paar Bier zu uns zu nehmen.......

      

Dienstag, 20.03.2012

    

.....da Maria sehr krank im Bett lag, habe ich mich zu einem kleinen Ausflug entschieden........bei fast 30° bin ich nach Westen in Richtung Alamance County gefahren......auf dem Weg dorthin habe ich einen Mann am Straßenrand nach dem Weg gefragt, der dort vor seiner kleinen Frühstückspension Unkraut gejätet hat......man glaubt es kaum, das war ein Korse (!) der vor vielen Jahren nach North Carolina gekommen ist und vorher auf Korsika im Hafen von Ajaccio gearbeitet hat.......die Welt ist halt klein......wir haben uns ein wenig über alte Zeiten auf Korsika unterhalten.......danach bin ich weiter zur Lindley's Mühle am Cane Creek gefahren.......hier gab es im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein Gefecht, bei dem der Gouverneur Thomas Burke befreit werden sollte.......

      

.......danach bin ich im Ort Snow Camp gewesen, der eigentlich nur ein großes Freilichtmuseum mit Freilichtbühne ist.......man kann das mit den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg vergleichen.....hier wird von August bis Oktober gespielt.......dementsprechend sah es jetzt aus........als ich wieder zurück war, habe ich von Jane ein Buch bekommen, das ihre Schüler zum Lernen nutzen......."Welcome to Germany" ist der Titel.......besser wäre wohl gewesen "Welcome to Bavaria"........leider verbinden die meisten Amerikaner Deutschland nur mit Weißwust, Sauerkraut, Trachten, Alpen u.ä.........wir haben ein wenig Aufklärung geleistet, dass es auch noch etwas anderes gibt..........abends haben wir Pizza und Salat mit Wein und Bier als Beilagen zu uns genommen.....dabei ist das 30-Liter-Fass mal wieder alle geworden!!!!.....

      

Mittwoch, 21.03.2012

   

......"Shopping-Day" in Smithfield.......wir sind bei unseren Reisen eigentlich jedes Mal einen ganzen Tag hier und kaufen im riesigen Outlet-Center ein.......alles kostet hier nur ca. 1/3 oder weniger von dem, was es in Deutschland kosten würde......wie man am Kofferraum unseres Autos sehen kann, haben wir die Kreditkarten ganz schön gequält.........bei 25° haben wir am Abend noch länger draußen gesessen.........Maria hat sich mit einer ehemalichen deutschen Arbeitskollegin in Durham getroffen, um Sushi essen zu gehen, während ich mit Steve in der Brauerei in Chapel Hill zum Burger-Essen und Bier-Trinken und in der Bahnhofskneipe in Carrboro nur zum Trinken war.........dass ich eine gute Entscheidung getroffen hatte, sieht man an Marias "Sushi-Foto" oben........ganze Tintenfische mit Armen sind dann doch nicht mein Fall.........

    

Donnerstag, 22.03.2012

    

......krank, aber trotzdem unterwegs..........wir haben uns heute "hustend" aufgemacht und sind nach Sanford gefahren, wo wir eigentlich zu einer alten Eisengießerei aus dem Bürgerkrieg wollten........natürlich hat uns das Unwetter eingeholt und die Gießerei war gesperrt........zum Glück habe ich immer etwas in der Hinterhand......also haben wir eine alte Mühle in der Nähe besucht, wo sich die einzige überdachte Brücke in North Carolina befindet.........danach waren wir noch in Sanford, um das Courthouse zu fotografieren.........am Abend haben wir unsere Freunde Jane und Steve zum Essen eim Restaurant "Glashalffull" eingeladen, wo es leckeres französisches Essen gab.......später im Haus haben wir zum Einschlafen noch ein paar Folgen Magnum geschaut........

    

Freitag, 23.03.2012

    

........leider hat mich die Krankheit heute ans Bett bzw. ans Haus gefesselt........daher gibt es nicht viel zu berichten........am Nachmittag waren wir in einer echten Italienischen Pizzeria in Carrboro....die Pizza war sehr gut und reichlich.......danach bin ich wieder zurück in Haus bzw. Bett gegangen, während Maria mit allen anderen UNC-Fans im Orange County Club das UNC-Basketballspiel verfolgt hat.......ich habe es im Fernsehen live gesehen........hochdramatisch und spannend und mit gutem Ausgang für das UNC-Team....

   

Sonnabend, 24.03.2012

     

.......der Tag der Abreise startete mal wieder mit einem Unwetter........das kenne ich ja schon........wir haben den Leihwagen abgegeben und sind von Durham aus nach New York geflogen, wo das Wetter deutlich besser war........vom Flughafen in New Jersey aus konnten wir den neuen Freedom-Tower sehen, der als Ersatz für die eingestürzten Wold-Trade-Center gebaut wird.......der Turm wird 1776 Fuß hoch und soll vor Terroranschlägen sicher sein........beim Abflug konnten wir noch reichlich Fotos von Manhattan machen.........

     

Sonntag, 25.03.2012

     

.....der Flug mit Continental von New York direkt nach Hamburg ist eigentlich nur als Tortur zu bezeichnen.......die Maschine war mit 170 Leuten ausgebucht.....nur 4 Toiletten und für mich viel zu enge Sitze, kein Platz fürs Gepäck und..........leckeres Essen.........vom Abendessen will ich hier mal gar nicht sprechen.........das Bild oben zeigt nicht etwa einen Schmetterlingskokon, sondern ein frisch zum Frühstück um 5.30 Uhr serviertes Croissant, das wohl zuvor unter dem Flugzeugreifen rausgezogen wurde........auf Korsika machen die mit jedem kurzen Prozess, der so etwas anbietet.........unglücklicherweise wurde in der Nacht die Sommerzeit wieder eingeführt.......nach der verspäteten Landung sind wir mit dem Taxi nach Haus gefahren.........ein kurzes Nickerchen und dann über das Internet die Spiele der UNC-Basketballmannschaft verfolgen........leider haben sie verloren.......

      

weiter geht es DEZEMBER 2012